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Löwe Jago

Löwe Jago

Jago ist der Haremsführer unseres vierköpfigen Löwenrudels. Er wurde 2005 im Zoo Aalborg in Dänemark geboren und kam 2007 in unseren Zoo. Er bewohnt hier die im gleichen Jahr eröffnete Löwenanlage gemeinsam mit Weibchen Layla und den beiden Jungtieren Abaja und Damien. Jago ist gut an seiner für Kater typischen Mähne erkennbar und wiegt etwa 150 bis 160 Kilogramm.

Steckbrief: Jago

Löwe Jago
  • 2005 geboren
  • Vater von Abaja und Damien
  • frisst 4  bis 6 kg Rindfleisch pro Tag

Zunächst bewohnten Jago und die ebenfalls 2005 geborene Layla die Löwenanlage alleine, da sich kein Nachwuchs einstellen wollte. Nachdem Layla in ihrem Geburtszoo Amsterdam ein Hormonimplantat zur Empfängnisverhütung erhielt, stellte sich auch nach Ablauf von dessen Wirksamkeit kein regelmäßiger Zyklus ein. Allerdings klappte es dann zu unserer Freude 2012 doch noch mit Nachwuchs. Am 1. und 4. August kamen Abaja und Damien zur Welt. Das große Intervall bei den Geburten ist dabei nicht ungewöhnlich für Katzen. Während der Rolligkeit der Weibchen kommt es innerhalb einiger Tage zu dutzenden Paarungen mit teilweise mehr als einer Befruchtung.

Die Jungtiere wurden von Layla in einer sogenannten Mutterstube zur Welt gebracht. Diese war eine große Kiste in einer der rückwärtigen Innenanlagen. Jago hatte zu dieser Zeit keinen Zugang zu diesem Bereich. Dies entspricht durchaus der natürlichen Biologie von Löwen, da Weibchen sich im Freiland zur Geburt vom Rudel entfernen und in einem geschützten Bereich die Jungtiere zur Welt bringen. Nach einigen Tagen werden die Jungtiere dann dem Rudel zugeführt.

Mit acht Wochen durfte Jago die beiden Jungtiere unter Aufsicht von Layla kennenlernen. Seitdem haben sich beiden jungen Löwen zu prächtigen Tieren entwickelt und bilden mit den Eltern ein harmonisches Rudel, dessen Leittier Jago ist. Damit Jago als ranghöchstes Tier nicht das gesamte Futter für sich beansprucht und es zu keinen unnötigen Unstimmigkeiten kommt, werden die vier Löwen einzeln gefüttert. Während die drei anderen Löwen in jeweils einer rückwertigen Box ihr Futter bekommen, erhält Jago seine Portion im großen Schaustall.

Etwa vier bis sechs Kilogramm Rindfleisch gibt es am Tag für einen Löwen. Daneben werden im Zoo aber auch Kaninchen oder Lamm als Ganzkörperfütterung angeboten. Dies ist für unsere Raubtiere eine willkommene Abwechslung und entspricht dem natürlichen Fressverhalten. In der Natur, wo sich Löwen besonders von großen Säugetieren, wie Zebras und Antilopen ernähren, werden neben Fleisch auch Innereien, Haut, Sehnen und andere Bestandteile gefressen. Gelegentlich werden auch frisch geschlachtete Zootiere, wie Antilopen, Rinder oder Schafe, verfüttert. Für unsere Löwen ist diese Ganzkörperfütterung gesund und dient der Tierbeschäftigung.

Montags haben die Löwen einen festen Fastentag, an dem es maximal Kleinigkeiten, wie Hühnerküken, gibt. Im Gegensatz zu den drei anderen Löwen mag Jago diese aber nicht und verschmäht die Küken daher meist.

Mit vier Löwen ist unsere Löwenanlage gut besetzt. Da wir keine weitere Zucht anstreben, haben wir uns dafür entschieden Jago zu sterilisieren. Bei einer Sterilisation wird zwar die Zeugungsfähigkeit unterbunden, aber die Hoden produzieren weiterhin Testosteron. Daher bleibt auch die Mähne und das katertypische Verhalten, wie das Reviermarkieren, erhalten. Im Gegensatz dazu haben wir uns bei seinem Sohn Damien für eine Kastration entschieden. In Folge derer verlor Damien seine Mähne und zeigte auch nicht mehr das Verhaltensrepertoire eines Katers. Dies ermöglichte eine friedliche Koexistenz der beiden Männchen im Rudel. In der Natur wäre dies nicht umsetzbar, da Väter ihre männlichen Jungtiere als Konkurrenten aus dem eigenen Rudel verdrängen.

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