Karakal Hans Fineart

Abschied von Löwin Layla

Tierische Neuigkeit | 28. Juli 2026

Schweren Herzens haben wir uns heute dazu entschlossen, die 2005 geborene Löwin Layla einzuschläfern. Trotz ihres hohen Alters von über 20 Jahren zeigte sich Layla in den letzten Jahren meistens gesund, hatte aber auch mehrfach kurze Phasen, in denen sie etwas unleidlich und abgeschlagen wirkte.

Zuletzt wurden im Jahr 2023, im Rahmen einer Reihe von Zahnbehandlungen, die Blutwerte kontrolliert. Damals zeichnete sich bereits ab, dass Layla eine beginnende Nierenerkrankung aufwies, die zu diesem Zeitpunkt jedoch noch größtenteils symptomlos war. Dennoch rechneten wir stets damit, dass ihre Krankheit, die nicht heilbar ist, früher oder später zu Symptomen führen würde.

In den vergangenen Monaten waren bei Layla nun ein stetiger Verlust an Körpermasse und häufigere Phasen mit geringem Appetit und reduziertem Wohlbefinden zu verzeichnen. In den vergangenen Tagen hat sich ihr Allgemeinzustand stark und rapide verschlechtert. Sie zeigte sich müde und
teilnahmslos, verweigerte vermutlich aufgrund von Übelkeit jegliche Futteraufnahme und bereits geringe Belastungen strengten sie extrem an. Zuletzt war sie beinahe vollkommen apathisch. Um Layla weiteres Leiden zu ersparen, haben wir uns entschieden, sie zu diesem Zeitpunkt zu erlösen.

Layla wurde am 15. November im Zoo Amsterdam/ NL geboren und war dort mit anderen Junglöwen aufgewachsen. Seit dem 25. Juli 2007 lebte Layla im Zoo Dresden, wo sie gemeinsam mit dem Kater Jago die damals neu eröffnete Löwenanlage im historischen Raubtierfelsen bezog. Mit den 2012 geborenen Zwillingen Abaja und Damien wuchs das Dresdner Rudel zwischenzeitlich auf vier Tiere an. Nach dem Tod von Jago im April 2022 wurde Layla souveräner und sorgte für Ruhe und Ordnung innerhalb der Gruppe. Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger bezeichneten sie als selbstbewusstes und freundliches Tier.

Als letzter Löwe verbleibt nun nur noch Laylas 2012 geborener Sohn Damien im Zoo Dresden. Da er vorerst ohne Artgenossen auskommen muss, wird sich die Tierpflege umso intensiver um ihn kümmern.