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Tag des Artenschutzes

Artenschutz | 3. März 2022

Grafik Weltartenschutztag

Am 3. März 1973 wurde die Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora oder kurz CITES unterzeichnet. Den Meisten dürfte diese Konvention als Washingtoner Artenschutzabkommen bekannt sein, benannt nach dem Ort der Unterzeichnung, das seither 183 Staaten ratifiziert haben. 2013 wurde zum 40. Jubiläum der 3. März als Tag des Artenschutzes verkündet, an welchem weltweite Veranstaltungen und Aktionen bedrohte Tiere und Pflanzen in den Mittelpunkt stellen. Der diesjährige Tag steht unter dem Motto Recovering key species for ecosystem restoration – zu Deutsch „Rückgewinnung von Schlüsselarten für die Wiederherstellung von Ökosystemen“. Dazu wird es heute 14 Uhr ein Live-Event der Vereinten Nationen geben, welches sich diesem Thema widmet und die Biodiversität unseres Planeten zelebriert und für deren Erhalt wirbt. https://www.youtube.com/c/WorldWildlifeDay2022/live

Auch Zoos spielen für den Artenschutz eine tragende Rolle und gehören heute zu den größten Akteuren im weltweiten Artenschutz. Allein in Deutschland besuchen jährlich über 45 Millionen Menschen die Zoos des Verbandes der Zoologischen Gärten (Quelle: VdZ 2019). Eine solch breite Öffentlichkeit für das Thema Natur und Artenschutz zu sensibilisieren hat sonst kein Akteur im Natur- und Artenschutz. Diesen Zuspruch in der Bevölkerung möchten wir nutzen und unseren Teil zum Einhalt des weltweiten Artensterbens beitragen.

Neben der Aufklärung sind dies ganz konkrete Maßnahmen wie der Aufbau genetisch gesunder Populationen bedrohter Wildtiere in Menschenhand. Diese Populationen dienen zum einen als Botschaftertiere und verknüpfen für unsere Gäste das Erlebnis eines Zoobesuchs mit dem Artenschutz. Zum anderen können Tiere aus diesen Beständen für Wiederansiedlungs- oder Aufstockungsprojekte genutzt werden – so wie wir es beispielsweise mit zwei unserer Gänsegeiernachzuchten im Herbst 2020 getan haben.

Zum anderen können Zoos die Öffentlichkeit mit NGOs und Projekten im Natur- und Artenschutz zusammenführen, denen sonst die öffentlichkeitswirksame Wahrnehmung fehlt. Zusätzlich unterstützen Zoos solche Partner auch logistisch, personell und finanziell. Für letzteres haben immer mehr Zoos einen Artenschutzeuro eingeführt, der als freiwillige Abgabe beim Zooeintritt gespendet werden kann. Die Gelder aus Spenden und Zuwendungen der Besucher kommen dem Artenschutz zu Gute. So konnten wir letztes Jahr trotz der Corona-Pandemie 250.000 € an verschiedene Projekte und Partner auszahlen – Geld, was viele dieser Projekte gerade in Zeiten der Pandemie dringend brauchten.

Neben der im Grenzland von Kenia und Tansania angesiedelten Big Life Foundation (BLF), der auf Sumatra im Bukit Tigapuluh Nationalpark tätigen Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) und dem Snow Leopard Trust (SLT) in Zentralasien ist der Sphenisco e.V. eines unserer großen Projekte, welche wir mit den Einnahmen des Artenschutzeuros unterstützen. Der Verein, der sich dem Schutz der Humboldtpinguine und deren Lebensräumen an der südamerikanischen Westküste zum Schutz von Humboldtpinguinen widmet wird durch den Zoo Dresden bereits seit 2005 und damit mit am längsten unterstützt. In den letzten drei Jahre konnten wir den Verein dank des Artenschutzeuros mit insgesamt 80.000 € unterstützen. Diese Zuwendungen geben dem Verein eine finanzielle Sicherheit und ermöglichen es auch längerfristig zu planen. Auch durch das Geld aus Dresden konnten deshalb drei Forschungsprojekte konzipiert werden, die in den nächsten Jahren mehr über die Biologie und den Bestand der Humboldtpinguine an der chilenischen Küste herausfinden sollen. Beteiligt sind dabei Forschende aus Chile und Neuseeland.

Jedes unserer unterstützten Artenschutzprojekte ist an eine im Zoo Dresden lebende Tierart verknüpft. Somit können wir nicht nur transparent über Entwicklungen und Bemühungen in den Freilandprojekten berichten, sondern immer auch die Besucher vor Ort in unserem Zoo für die Bedürfnisse der Tiere sensibilisieren. Bei unseren Humboldtpinguinen sieht es mit der Nachzucht dieses Jahr sehr gut aus – das erste Paar hat sich bereits in seine Nisthöhle zurückgezogen und brütet auf zwei Eiern. Wir hoffen natürlich auf einer erfolgreiche Brut und Aufzucht und werden euch dazu auf dem Laufenden halten.

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