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Zootier des Jahres

Das Zootier des Jahres ist eine Artenschutzkampagne in Deutschland, die von der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP), der Deutschen Tierparkgesellschaft (DTG) und der Gemeinschaft der Zooförderer e.V. gegründet wurde. Erstmalig wurde 2016 mit dem Leopard das Zootier des Jahres gewählt. Ermöglicht wird die Artenschutzinitiative durch Spendengelder. Der Zoo Dresden unterstützt die Kampagne seit 2021. In diesem Jahr sind wir mit einer Spendensumme in Höhe von 5000 Euro nicht nur Platin-Förderer, sondern haben auch die Ehre Ausrichter für die offizielle Vorstellung des Zootier des Jahres 2026 zu sein.

Die ZGAP hat den Kronenkranich zum Zootier des Jahres 2026 ernannt. Mit dieser Auszeichnung möchten die Kampagnenpartner auf die zunehmenden Bedrohungen für den Kronenkranich und für afrikanische Feuchtgebiete und kleinbäuerliche Kulturlandschaften als seine bevorzugten Lebensräume, aufmerksam machen.Schirmherr der Kampagne ist  der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer.

Zootier des Jahres 2026

KronenkranichDer Kronenkranich ist das Zootier des Jahres 2026. Kronenkraniche erreichen eine imposante Flügelspannweite von zwei Metern. Sie leben südlich der Sahara in Afrika. Als Glücksboten und Wächter über die Gesundheit der Menschen und des Viehs werden sie in vielen Kulturen der Sahelzone verehrt. In Uganda ziert der Kronenkranich als Wappentier sogar die Nationalflagge und gilt als Symbol für Fortschritt und Frieden, in Ruanda und Burundi steht er für Glück und Reichtum. Als besonders talentierte Heuschreckenjäger helfen Kronenkraniche, die Entstehung riesiger Wanderheuschreckenschwärme, die ganze Ernten vernichten können, einzudämmen.

Die charismatische Kranichart ist jedoch durch Lebensraumverlust, die Zerstörung von Feuchtgebieten und menschliche Eingriffe in ihre natürlichen Lebensräume zunehmend gefährdet. Auch der verstärkte Einsatz von Chemikalien in der Landwirtschaft, die Kollision mit Stromleitungen, der illegale internationale Wildtierhandel und die direkte Bejagung durch den Menschen zur Verwendung als Nahrungsmittel oder zur Haltung als „Dekoobjekte“ in Haus- und Hotelgärten tragen dazu bei, dass die Kronenkranichbestände in vielen Regionen Afrikas seit Jahren zurückgehen. So nahm die Zahl der Kronenkraniche etwa in Ostafrika in den letzten 40 Jahren um 80 Prozent ab. In Tansania, gut drei Mal so groß wie Deutschland, leben nur noch ca. 2.000 Vögel.

Daher ist das Artenschutzengagement zahlreicher zoologische Einrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Rahmen der Kampagne zur Rettung dringend nötig. Mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit informieren sie Besucherinnen und Besucher über die Situation dieser Vögel. Gleichzeitig werden Spenden gesammelt, um konkrete Maßnahmen zum Schutz der Kronenkraniche vor Ort zu ermöglichen. Die Spendengelder fließen in ausgewählte Schutzprojekte in Kenia, Tansania und Burundi, wo Konzepte zum Erhalt der Lebensräume und zur langfristigen Sicherung der Populationen umgesetzt werden.

Ihre Spende rettet Kronenkraniche im

Projektgebiet Kenia

Innerhalb der letzten 50 Jahre schrumpfte der Bestand des Grauen Kronenkranichs um 80 Prozent. Zu den Ursachen hierfür zählen Lebensraumverlust, illegale Bejagung oder Handel, der massive Einsatz von Chemikalien in der Landwirtschaft oder Kollisionen mit Hochspannungsleitungen. Um zu überleben, benötigen die Vögel intakte Feuchtgebiete, eine abwechslungsreiche kleinbäuerliche Kulturlandschaft und Menschen, die sie schützen.

Das Projektteam Cranes Conservation Volunteers bemüht sich seit zehn Jahren um den Erhalt der Grauen Kronenkraniche und konnte deren Bestandszahlen im Projektgebiet bereits erhöhen. Nun soll ihre Arbeit in Zentralkenia ausgeweitet werden, wofür ein Netzwerk von Kranichschützenden ausgebildet und ausgestattet wird.

Durch Ihre Spende wird ein Geländefahrzeug finanziert, das dem Projektteam den Zugang zu den schwer erreichbaren und weitläufigen Gebieten ermöglicht. Zunächst sollen 20 Kranichschützer*innen ausgebildet und ausgestattet werden. Kamerafallen und GPS-Geräte werden finanziert und Öffentlichkeitsarbeit für eine naturverträglichere Landwirtschaft umgesetzt.

 

Projektgebiet Tansania

Geländewagen für Projektarbeit in Tansania

Zu Kolonialzeiten wurden Kronenkraniche in Tansania als Feldschädlinge ausgerufen. Dieses Vorurteil bedroht die Vögel noch heute. Weitere Probleme sind die Umwandlung der Lebensräume in Ackerflächen, der massive Einsatz von Pestiziden und das Abbrennen der Feuchtgebiete zur landwirtschaftlichen Nutzung.

Das Projektteam von Nature Tanzania arbeitet mit den lokalen Gemeinden zusammen, um nachhaltige Schutzmaßnahmen zu entwickeln. Durch Naturschutzbildung und nachhaltige Landwirtschaft mit der Reduzierung von Agrochemikalien sowie dem Schutz und der Neuanpflanzung von Schlafbäumen sollen die Lebensbedingungen von Kranichen verbessert werden.

Durch Ihre Spende werden zwei Geländemotorräder finanziert, sowie Ausrüstungsgegenstände, darunter Regenjacken, Gummistiefel, Ferngläser oder Rucksäcke. Außerdem soll eine Baumschule und ein Team aus freiwilligen Kranichschützer*innen aufgebaut werden.

 

Zootier des Jahres

Die „Zootier des Jahres“-Kampagne engagiert sich mittlerweile seit 10 Jahren für den Erhalt hoch bedrohter Tierarten, die keine starke Lobby haben. Dieses Jahr wurde der Kronenkranich nominiert. Alle Informationen zur Kampagne gibt es unter:

Zootier des Jahres