12.02.2021

Unsere Tiere im Winter

Es ist kalt in Deutschland! Bei Temperaturen von -10°C und kälter müssen wir uns schon dick anziehen, um draußen nicht zu frieren. Auch unsere Zoobewohner müssen sich mit der Kälte arrangieren. Für Tierarten aus gemäßigten, subtropischen oder tropischen Regionen stehen natürlich entsprechend temperierte Innenbereiche zur Verfügung. Mit diesen warmen Rückzugsorten können die meisten Tiere auch bei Minusgraden tagsüber zumindest zeitweise an die frische Luft.
Darüber hinaus gewöhnen sich Tiere auch an die klimatischen Gegebenheiten ihres aktuellen Lebensortes. Eine solche Akklimatisierung kann natürlich nur im Rahmen des vorhandenen genetischen Spielraums erfolgen und zieht sich in der Regel über mehrere Wochen. So kommen beispielsweise Zebras aus dem warmen Südeuropa nach Eingewöhnung auch mit einem kalten Winter in Deutschland gut zurecht.
Bei anderen Tierarten dagegen ist bei diesen extremen Temperaturen Vorsicht geboten. Um lebenswichtige Organe im Körper und Kopf vor Unterkühlung zu schützen wird bei vielen dieser Tiere bei niedrigen Temperaturen die Blutzufuhr zu entfernten Körperregionen wie Ohren, Nase, Zehen, Finger oder Schwanz eingeschränkt. Ohne das körperwarme Blut besteht die Gefahr von Erfrierungen. Tiere mit großen Ohren, die normalerweise unter anderem der Abgabe überschüssiger Wärme dienen, wie beispielsweise Afrikanische Elefanten oder Rotbüffel sind daher besonders gefährdet und dürfen nicht oder immer nur sehr kurz raus.
Tierarten polarer und hochalpiner Lebensräume haben sich im Laufe der Evolution natürlich gut an ein Leben mit Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt angepasst. Trampeltiere und Rote Pandas zum Beispiel verfügen über extrem dichtes Fell, welches vor Nässe schützt und den Wärmeverlust stark reduziert. Bei den Schneeleoparden wirken zudem die großen Pfoten wie Schneeschuhe und verhindern ein Einsinken im Schnee und der überdurchschnittlich lange Schwanz dient auch mal als Schal, den sich die Tiere zum Schutz ihrer Nase um das Gesicht legen.
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