Die Bewohner des Zoos stellen sich vor

Unser kleiner Tier-Index


Zweifingerfaultier


Grotesk, hässlich und nutzlos?
Seit seiner ersten Entdeckung im 16. Jahrhundert wurde das Faultier als träge und hässlich beschrieben. Es sei ein wertloses, unvollkommenes Geschöpf. An dieser Ansicht änderte sich erst Mitte des 20. Jahrhundert etwas, als sich Wissenschaftler eingehender mit diesen faszinierenden Tieren beschäftigten. Heute wissen wir, dass jedes Geschöpf auf unserer Erde eine bestimmte ökologische Aufgabe erfüllt. Und spätestens seit „Sid“ – dem Riesenfaultier aus dem Film „Ice Age“ ist das Faultier zur Kultfigur geworden.
 
Das Leben Kopf über
Faultiere leben kopfüber in den Baumkronen. Da Blätter häufig nach unten wachsen, hängen sie direkt ins Maul des Faultiers, wenn sie mit ihren gebogenen Krallen die Äste zu sich heranziehen Auch die inneren Organe wie Magen und Leber sind verschoben und das „verkehrte“ Leben angepasst. Außerdem befindet sich der Scheitel des strohigen Felles nicht wie bei Säugern üblich auf der Rückenseite, sondern auf der Bauchseite. So kann das Regenwasser, das sich im Fell sammeln würde, an den Seiten ablaufen.
 
Ist ein Faultier wirklich „faul“?
Ähnlich wie Pandas und Koalas sind auch Faultiere Nahrungsspezialisten und ernähren sich hauptsächlich von Blättern. Diese sind sehr energiearm und die Tiere müssen ihre Energie sparen. Daher bewegen sie sich im Zeitlupentempo und schlafen bis zu 20 Stunden pro Tag. Also sind sie schon ziemlich faul. Aber da sie so energiesparend leben, ist ihre Lebenserwartung viel höher als bei agileren Tieren.
 
Das Faultier und die Alge
Im Fell der Faultiere herrscht ein feucht-warmes Milieu. Ideale Bedingungen für eine symbiotische Alge, die sich im Faultierfell ansiedelt. Dort sorgt sie für eine blaugrüne Färbung und tarnt die Tiere im Regenwald besser.
 
Die Sache mit den Fingern und den Zehen?
Es gibt 2 Faultierfamilien – die mit 2 und die mit 3 Fingern. Früher nannte man sie Zwei- bzw. Dreizehenfaultiere, was allerdings verwirrend ist, da alle Faultiere an den Hinterfüßen 3 Zehen haben. Nur an den Händen – den „Vorderfüßen“ – besitzen die einen 3 und die anderen 2 Finger mit langen, gebogenen Krallen, mit denen sie wie mit Haken Zweige zu sich heranziehen können.
 
Übrigens
Faultiere beim Fressen zu beobachten, erfordert sehr viel Geduld. In Zoos bekommen Faultiere meist eine abwechslungsreichere Nahrung als in freier Wildbahn aus Obst, Eiern, gekeimtem Getreide und Salat.

Überblick der Tierarten

Tierbestand Zoo Dresden


Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die Anzahl unserer Tierarten und Individuen (Stand: 31.12.2020).

 
GattungArtenIndividuen
Wirbellose1660 + X
Fische38248 + X
Amphibien960
Reptilien36121
Vögel81404
Säugetiere63451 + X
 Gesamt2391379 + X
X = nicht zählbar

Tierbestand

Schwerpunkte und Besonderheiten


Der Zoo Dresden zeigt neben den für Zoos typischen Tieren wie Giraffen (Giraffa camelopardalis), Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) oder Löwen (Panthera leo), besonders eine Auswahl bedrohter und selten gezeigter asiatischer Tiere. Außerdem besitzt der Zoo Dresden eine für Zoologische Gärten sehr umfangreiche Sammlung heimischer und europäischer Kleinvögel, die teilweise sehr erfolgreich nachziehen. Zudem werden im Prof. Brandes-Haus teilweise selten gehaltene Tiere mit einer Anpassung an eine arboreale Lebensweise gezeigt. Darunter sind Arten wie der Braune Wollaffe (Lagothrix lagotricha), Südliche Tamandua (Tamandua tetradactyla), Guereza (Colobus guereza) oder Prevost-Schönhörnchen (Callosciurus prevostii). Außerdem ist hier der Kronenmaki (Eulemur coronatus) zu sehen. Diese Lemurenart ist eine echte Seltenheit in deutschen Zoos und kann sonst nur noch im Zoo Erfurt gesehen werden.

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Tierische Neuigkeiten


30.04.2021

Kubaflamingos wieder auf der Außenanlage

Kubaflamingos
Endlich konnten unsere Kubaflamingos das Flamingohaus verlassen und auf ihre Brutinsel in der neuen Flamingovoliere strömen. Durch die Aufhebung der Stallpflicht zum Schutz vor der Geflügelpest durch das Veterinäramt Dresden dürfen unsere Vögel nun wieder die Außenanlagen nutzen. Es wird auch höchste Zeit,... Meldung anzeigen Alle Meldung anzeigen

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