Die Bewohner des Zoos stellen sich vor

Unser kleiner Tier-Index


Seychellen-Riesenschildkröte

Seychellen-Riesenschildkröten


Die Aldabra-Riesenschildkröte
Das Aldabra-Atoll gehört zu den Seychellen, die nördlich von Madagaskar im Indischen Ozean liegen. Dieses Atoll ist sehr pflanzen- und wasserarm, da es hauptsächlich aus wasserdurchlässigem Kalkgestein besteht. Aldabra-Riesenschildkröten müssen mit dem so genannten „Schildkrötenrasen“ vorlieb nehmen. Dieser besteht aus verschiedenen Seggen und Süßgräsern. Auf Aldabra gibt es außerdem kein Süßwasser. Aber die hier lebenden Schildkröten vermögen auch kleinste Mengen Regenwasser durch der Nase wie mit einem Rüssel aus engen Spalten aufzusaugen. Ihr Bestand wird mittlerweile auf 100.000 bis 150.000 Tiere geschätzt und gilt als relativ gesichert.
 
Die Riesen am Rande der Welt
Vor der Entstehung der Säugetiere vor 135 Mio. Jahren waren Riesenschildkröten weit verbreitet. Später entwickelten sich auf dem Festland die Säugetiere. Sie können ihre Körpertemperatur regulieren und sich an Umweltveränderungen schneller anpassen als Reptilien. Außerdem gebären sie ihre Jungen lebend und legen keine Eier, die leicht von Räubern gefressen werden können. Zudem ist die Fortpflanzungsrate der Säuger viel höher als die der langsam lebenden Riesenschildkröten. So hatten diese nur auf den abgelegenen Inseln wie den Seychellen oder Galapagos-Inseln eine Überlebenschance. Hier gab es genügend Nahrung und keine Konkurrenten oder Fressfeinde.
 
Der Mensch und die Riesenschildkröten
Erst der Menschen wurde zur Gefahr der Riesenschildkröten. Einerseits nahmen die Seefahrer die Tiere als Frischfleisch auf ihren Schiffen mit, anderseits kamen mit den Menschen auch „Haustiere“ wie Ziegen, Ratten oder Hunde auf die Inseln, die als Räuber oder Nahrungskonkurrenten eine ernsthafte Bedrohung für die Schildkröten darstellen. Die Arnold’s Riesenschildkröte beispielsweise galt bis 1997 als ausgestorben. Neben dem Dresdner Exemplar konnten inzwischen noch weitere 16 Tiere auf den Seychellen gefunden werden, die sich bereits in einer speziell eingerichteten Zuchtstation vermehren. Im Jahre 2002 schlüpften drei männliche Tiere und im Jahre 2004 sieben weibliche.
 
Übrigens
Im Zoo Dresden leben je ein Männchen der Aldabra- und der Arnold’s Riesenschildkröte. Im Sommer zeigen sie das Paarungsverhalten und äußern den lauten, stöhnenden Paarungsruf. Schildkröten nehmen es nämlich nicht so genau, wenn sie ihre Triebe ausleben.

Überblick der Tierarten

Tierbestand Zoo Dresden


Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die Anzahl unserer Tierarten und Individuen (Stand: 31.12.2018).

 
GattungArtenIndividuen
Wirbellose19136 + X
Fische37260 + X
Amphibien941
Reptilien37101 + X
Vögel81392
Säugetiere63413 + X
 Gesamt2461343 + X
X = nicht zählbar

Tierbestand

Schwerpunkte und Besonderheiten


Der Zoo Dresden zeigt neben den für Zoos typischen Tieren wie Giraffen (Giraffa camelopardalis), Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) oder Löwen (Panthera leo), besonders eine Auswahl bedrohter und selten gezeigter asiatischer Tiere. Außerdem besitzt der Zoo Dresden eine für Zoologische Gärten sehr umfangreiche Sammlung heimischer und europäischer Kleinvögel, die teilweise sehr erfolgreich nachziehen. Zudem werden im Prof. Brandes-Haus teilweise selten gehaltene Tiere mit einer Anpassung an eine arboreale Lebensweise gezeigt. Darunter sind Arten wie der Braune Wollaffe (Lagothrix lagotricha), Südliche Tamandua (Tamandua tetradactyla), Guereza (Colobus guereza) oder Prevost-Schönhörnchen (Callosciurus prevostii). Außerdem ist hier der Kronenmaki (Eulemur coronatus) zu sehen. Diese Lemurenart ist eine echte Seltenheit in deutschen Zoos und kann sonst nur noch im Zoo Erfurt gesehen werden.

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