Die Bewohner des Zoos stellen sich vor

Unser kleiner Tier-Index


Südlicher Tamandua


Der Kleine Ameisenbär
Der zu den Ameisenbären gehörende Südliche Tamandua wird auch als Kleiner Ameisenbär bezeichnet. Er ist aber nicht näher mit den echten Bären verwandt. Stattdessen gehört er mit den Gürteltieren und Faultieren zu der Gruppe der Nebengelenkstiere. Diese Säugetiergruppe hat ihre Ursprünge bereits in der Kreidezeit vor über 65 Millionen Jahren. Heute finden sich alle Vertreter der Nebengelenktiere in der Neuen Welt mit Schwerpunkt in Südamerika. Der Tamandua bewohnt hier verschiedene Formen von Wäldern und findet sich sogar in Kulturlandschaften.
 
Guter Kletterer
Wie der Große Ameisenbär ist der etwa katzengroße Tamandua auf Ameisen und Termiten als Nahrung spezialisiert. Dazu hat er eine lange Schnauze und eine sehr lange und klebrige Zunge mit welcher er die Insekten aus den Löchern in Erdbauten und im Holz holt. Die Schnauze kann er dabei nur sehr wenig öffnen, so dass er fast ausschließlich mit der Zunge Nahrung aufnimmt. Außerdem hat er scharfe Krallen, mit denen gegraben und morsches Holz auseinander genommen werden kann. Ein Greifschwanz unterstützt ihm beim Klettern auf Bäumen. Er kann so der direkten Konkurrenz des Großen Ameisenbären am Boden ausweichen.
 
Konvergente Evolution
Der Tamandua ist nicht das einzige Tier, welches sich auf die Nahrungsquelle Ameisen und Termiten spezialisiert hat. Neben den anderen Mitgliedern der Familie der Ameisenbären haben sich auch die Gürteltiere, der afrikanische Erdwolf oder die Schuppentiere Afrikas und Asiens auf diese Nahrung eingestellt. Dabei haben diese nicht verwandten Arten sehr ähnliche Anpassungen entwickelt. Der Verlust von Zähnen, die Entwicklung einer langen Zunge und das Vorhandensein scharfer Krallen kann bei all diesen Tieren beobachtet werden. Diese ähnliche Anpassung unterschiedlicher Arten an sehr ähnliche Lebensbedingungen nennt man konvergente Evolution.


Überblick der Tierarten

Tierbestand Zoo Dresden


Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die Anzahl unserer Tierarten und Individuen (Stand: 31.12.2020).

 
GattungArtenIndividuen
Wirbellose1660 + X
Fische38248 + X
Amphibien960
Reptilien36121
Vögel81404
Säugetiere63451 + X
 Gesamt2391379 + X
X = nicht zählbar

Tierbestand

Schwerpunkte und Besonderheiten


Der Zoo Dresden zeigt neben den für Zoos typischen Tieren wie Giraffen (Giraffa camelopardalis), Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) oder Löwen (Panthera leo), besonders eine Auswahl bedrohter und selten gezeigter asiatischer Tiere. Außerdem besitzt der Zoo Dresden eine für Zoologische Gärten sehr umfangreiche Sammlung heimischer und europäischer Kleinvögel, die teilweise sehr erfolgreich nachziehen. Zudem werden im Prof. Brandes-Haus teilweise selten gehaltene Tiere mit einer Anpassung an eine arboreale Lebensweise gezeigt. Darunter sind Arten wie der Braune Wollaffe (Lagothrix lagotricha), Südliche Tamandua (Tamandua tetradactyla), Guereza (Colobus guereza) oder Prevost-Schönhörnchen (Callosciurus prevostii). Außerdem ist hier der Kronenmaki (Eulemur coronatus) zu sehen. Diese Lemurenart ist eine echte Seltenheit in deutschen Zoos und kann sonst nur noch im Zoo Erfurt gesehen werden.

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Tierische Neuigkeiten


30.04.2021

Kubaflamingos wieder auf der Außenanlage

Kubaflamingos
Endlich konnten unsere Kubaflamingos das Flamingohaus verlassen und auf ihre Brutinsel in der neuen Flamingovoliere strömen. Durch die Aufhebung der Stallpflicht zum Schutz vor der Geflügelpest durch das Veterinäramt Dresden dürfen unsere Vögel nun wieder die Außenanlagen nutzen. Es wird auch höchste Zeit,... Meldung anzeigen Alle Meldung anzeigen

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