Die Bewohner des Zoos stellen sich vor

Unser kleiner Tier-Index


Nacktmull


Anpassungen an das Leben unter Tage
Normalerweise regulieren Säugetiere ihre Körpertemperatur mithilfe ihres Fells und ihrer Schweißdrüsen. Nacktmulle sind allerdings bis auf wenige Tasthaare und Borsten vollkommen nackt und besitzen auch keine Schweißdrüsen. So können sie ihre Temperatur also nicht regulieren. Nacktmulle besitzen aber eine stark durchblutete, dünne Haut. So passt sich die Temperatur des Blutes an die der Umgebung an. Ist es morgens kühl, halten sie sich in den oberen Kammern auf, die von der Morgensonne erwärmt werden. Heizt sich der Boden mittags auf, wandern die Mulle in tiefer gelegene Gänge, um sich abzukühlen. Weiterhin sind Nacktmulle blind und haben keine Farbpigmente in der Haut. Dieses Phänomen kann man bei vielen Tierarten beobachten, die ausschließlich im Erdreich oder in Höhlen leben. Dort herrscht ewige Dunkelheit, Augen wären also nur Energieverschwendung. Da es auch keine schädigenden Sonnenstrahlen gibt, sind auch vor Strahlen schützende Pigmenteinlagerungen unnötig. Mulle haben große Nagezähne, mit denen sie ihre Gänge graben.
 
Eine Kolonie mit Königin
Nacktmulle leben in einer Kolonie mit verschiedenen Kasten ähnlich wie Ameisen oder Hummeln. Es gibt Arbeiter, die für das Graben der Wohngänge verantwortlich sind. Auswerfer befreien die Ausgangslöcher von Erde und arbeiten gleichzeitig als Wächter. Beherrscht werden sie alle von einer Königin. Sie schart immer einen Hofstaat aus größeren, nicht arbeitenden Tieren um sich, die die Königin versorgen und sich mit ihr paaren. Die Mullkönigin patrouilliert oft durch die Gänge und treibt ihre Untertanen z.B. durch Pfiffe zur Ordnung an. Das verursacht Stress bei den Weibchen und verhindert das Ausreifen deren Eierstöcke. So bringt nur die Königin Jungtiere zur Welt. Wenn die Königin stirbt oder vertrieben wird, kommt es zwischen den nicht arbeitenden Weibchen zu heftigen Kämpfen um die Regentschaft.
 
Übrigens
Der Zoo Dresden ist einer der wenigen Zoos, die Nacktmulle halten und auch erfolgreich vermehren. Im Foyer des Afrikahauses ist eine solche unterirdische Mullkolonie zu bewundern.

Überblick der Tierarten

Tierbestand Zoo Dresden


Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die Anzahl unserer Tierarten und Individuen (Stand: 31.12.2018).

 
GattungArtenIndividuen
Wirbellose19136 + X
Fische37260 + X
Amphibien941
Reptilien37101 + X
Vögel81392
Säugetiere63413 + X
 Gesamt2461343 + X
X = nicht zählbar

Tierbestand

Schwerpunkte und Besonderheiten


Der Zoo Dresden zeigt neben den für Zoos typischen Tieren wie Giraffen (Giraffa camelopardalis), Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) oder Löwen (Panthera leo), besonders eine Auswahl bedrohter und selten gezeigter asiatischer Tiere. Außerdem besitzt der Zoo Dresden eine für Zoologische Gärten sehr umfangreiche Sammlung heimischer und europäischer Kleinvögel, die teilweise sehr erfolgreich nachziehen. Zudem werden im Prof. Brandes-Haus teilweise selten gehaltene Tiere mit einer Anpassung an eine arboreale Lebensweise gezeigt. Darunter sind Arten wie der Braune Wollaffe (Lagothrix lagotricha), Südliche Tamandua (Tamandua tetradactyla), Guereza (Colobus guereza) oder Prevost-Schönhörnchen (Callosciurus prevostii). Außerdem ist hier der Kronenmaki (Eulemur coronatus) zu sehen. Diese Lemurenart ist eine echte Seltenheit in deutschen Zoos und kann sonst nur noch im Zoo Erfurt gesehen werden.

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