Die Bewohner des Zoos stellen sich vor

Unser kleiner Tier-Index


Mandschurenkranich


Ostasiate
Der Mandschurenkranich lebt in Ostasien, wo er besonders auf der japanischen Insel Hokkaido und im Osten Chinas, Koreas und dem südöstlichsten Teil Russlands vorkommt. Der bis zu 1,5 m hohe und 10 kg schwere Vogel lebt in Feuchtgebieten wie Sümpfen und Marschland. Das Gefieder zeigt eine kontrastreiche Färbung. Während der Körper weiß ist, zeigt das Gefieder am Hals und Schwingen eine schwarz-graue Färbung. Außerdem fällt der rote Fleck auf dem Kopf auf, welcher auch bei anderen Kranicharten auftritt. Er frisst vor allem Insekten, Fische, Amphibien, kleiner Nagetiere, aber auch Gräser und Schilf.
Wie alle Kraniche ist auch der Mandschurenkranich monogam. Einmal verpaarte Tiere leben bis zum Tod zusammen. Noch nicht feste Paare führen zu Beginn der Paarungszeit Tänze aus. Damit wird die soziale Bindung zwischen den Tanzpartnern verstärkt. Anschließend kommt es zur Kopulation und zum Nestbau. Es werden gewöhnlich 2 Eier gelegt und 29 bis 34 Tage bebrütet. Nach 95 Tagen sind die Jungvögel flügge und mit 4 Jahren geschlechtsreif.
 
Stark bedroht
Der Mandschurenkranich gehört zu den seltensten Kranichen in freier Wildbahn. Sein Bestand wird von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als gefährdet eingestuft. Es wird geschätzt, dass es noch rund 1600 adulte Tiere in freier Wildbahn gibt. Die Bestände hatten ihren Tiefpunkt besonders nach dem 2. Weltkrieg. Besonders auf der Insel Hokkaido ist es seit dem zu einem Anstieg der Population gekommen. Die Art ist vor allem durch den Verlust des Lebensraumes bedroht. Im Zuge der immer mehr zunehmende Industrialisierung und Ausweitung der Landwirtschaft, werden Sümpfe und andere Feuchtgebiete trocken gelegt und damit die Brutgebiete des Vogels zerstört.
Im Zoo Dresden lebt das Pärchen Mandschurenkranich mit dem ebenfalls ostasiatischen Milu oder Davidshirsch vergesellschaftet in einer Anlage. Auch diese Art ist stark bedroht und war zeitweise in freier Wildbahn bereits ausgestorben.


Überblick der Tierarten

Tierbestand Zoo Dresden


Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die Anzahl unserer Tierarten und Individuen (Stand: 31.12.2018).

 
GattungArtenIndividuen
Wirbellose19136 + X
Fische37260 + X
Amphibien941
Reptilien37101 + X
Vögel81392
Säugetiere63413 + X
 Gesamt2461343 + X
X = nicht zählbar

Tierbestand

Schwerpunkte und Besonderheiten


Der Zoo Dresden zeigt neben den für Zoos typischen Tieren wie Giraffen (Giraffa camelopardalis), Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) oder Löwen (Panthera leo), besonders eine Auswahl bedrohter und selten gezeigter asiatischer Tiere. Außerdem besitzt der Zoo Dresden eine für Zoologische Gärten sehr umfangreiche Sammlung heimischer und europäischer Kleinvögel, die teilweise sehr erfolgreich nachziehen. Zudem werden im Prof. Brandes-Haus teilweise selten gehaltene Tiere mit einer Anpassung an eine arboreale Lebensweise gezeigt. Darunter sind Arten wie der Braune Wollaffe (Lagothrix lagotricha), Südliche Tamandua (Tamandua tetradactyla), Guereza (Colobus guereza) oder Prevost-Schönhörnchen (Callosciurus prevostii). Außerdem ist hier der Kronenmaki (Eulemur coronatus) zu sehen. Diese Lemurenart ist eine echte Seltenheit in deutschen Zoos und kann sonst nur noch im Zoo Erfurt gesehen werden.

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