Die Bewohner des Zoos stellen sich vor

Unser kleiner Tier-Index


Heiliger Ibis


Heilige Ibisse sind knapp 70 cm hoch und schneeweiß befiedert mit einigen glänzenden stahlvioletten Schmuckfedern in der Schultergegend. Beine und Kopf sind schwarz. Auffallend ist der lange, schwarze gekrümmte Schnabel, mit dem die Heiligen Ibisse in feuchten Böden nach Lurchen, Insekten und deren Larven sowie kleinen Wassertieren suchen. Der Name “Heiliger Ibis“ rührt von der göttlichen Verehrung im alten Ägypten her. Sie galten als die Verkörperung des Mondgottes Thoth, des Gottes der Weisheit und Schreiber der Götter. Es wurden ihnen zu Ehren ganze Ibisfriedhöfe angelegt.
 
Die Verbreitungsgebiete sind die wärmeren Regionen Afrikas in Gewässernähe und Grasländereien. Heilige Ibisse leben und brüten in Kolonien, dabei errichten sie ihr Gelege in Papyrusdickichten, Gebüschen und in Bäumen. Aus den drei bis vier Eiern schlüpfen nach etwa 21 Tagen Kücken die zunächst noch ein graues Dunenkleid tragen. Nach rund fünf bis sechs Wochen sind die Jungen flügge. Ibisse fliegen wie Störche mit weit vorgestrecktem Kopf, häufig in Linien- oder V-Formation.
 
Im Zoo Dresden gehören diese Stelzvögel seit 1986 zum Bestand. Seit 1989 züchten sie regelmäßig in einer großen Kolonie. Bei uns erhalten die Heiligen Ibisse ein mit Vitaminen versetztes Gemisch aus durchgedrehtem rohen Fleisch, Garnelenschrot, Stinten und Hundepellets.
 

Überblick der Tierarten

Tierbestand Zoo Dresden


Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die Anzahl unserer Tierarten und Individuen (Stand: 31.12.2018).

 
GattungArtenIndividuen
Wirbellose19136 + X
Fische37260 + X
Amphibien941
Reptilien37101 + X
Vögel81392
Säugetiere63413 + X
 Gesamt2461343 + X
X = nicht zählbar

Tierbestand

Schwerpunkte und Besonderheiten


Der Zoo Dresden zeigt neben den für Zoos typischen Tieren wie Giraffen (Giraffa camelopardalis), Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) oder Löwen (Panthera leo), besonders eine Auswahl bedrohter und selten gezeigter asiatischer Tiere. Außerdem besitzt der Zoo Dresden eine für Zoologische Gärten sehr umfangreiche Sammlung heimischer und europäischer Kleinvögel, die teilweise sehr erfolgreich nachziehen. Zudem werden im Prof. Brandes-Haus teilweise selten gehaltene Tiere mit einer Anpassung an eine arboreale Lebensweise gezeigt. Darunter sind Arten wie der Braune Wollaffe (Lagothrix lagotricha), Südliche Tamandua (Tamandua tetradactyla), Guereza (Colobus guereza) oder Prevost-Schönhörnchen (Callosciurus prevostii). Außerdem ist hier der Kronenmaki (Eulemur coronatus) zu sehen. Diese Lemurenart ist eine echte Seltenheit in deutschen Zoos und kann sonst nur noch im Zoo Erfurt gesehen werden.

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