Die Bewohner des Zoos stellen sich vor

Unser kleiner Tier-Index


Grauhalskronenkranich

Grauhals-Kronenkranich


Heute dies und morgen das…

Bei der Nahrungssuche stampfen die Kraniche mit den Füßen auf dem Boden und scheuchen so ihre Beute auf, um sie dann zu schnappen. Dabei besitzen Kraniche im Gegensatz zu Reihern oder Störchen nur einen relativ kurzen Schnabel. Sie passen ihre Nahrung den saisonalen Begebenheiten an. Im Frühjahr und Sommer fressen sie kleine Nagetiere, Eidechsen, Fische und Amphibien und stellen ihre Nahrung im Spätsommer und Herbst auf Getreide und Beeren um. Das ganze Jahr über fressen sie aber auch Insekten, in Afrika vor allem Heuschrecken, weshalb sie auf den Feldern gerngesehene Gäste sind.

 

Der Tanz der Kraniche

Zwar tanzen die Kraniche besonders häufig und intensiv während der Balz, dennoch zeigen sie dieses Verhalten, vielleicht einfach aus Bewegungsfreude, auch das ganze Jahr über. Dabei springen sie mit halbgeöffneten Flügeln in die Luft, laufen in Schleifen umeinander herum, verbeugen sich tief voreinander und springen anschließend wieder hoch. Kronenkraniche sind lebenslänglich monogam.

 

Die Faszination der Kraniche

Die Anmut und spektakulären Tänze der Kraniche haben die Menschen schon immer fasziniert. In Korea werden im Hof des Tongdosa Tempels seit 646 n. Chr. Kranichtänze aufgeführt. In Griechenland galten sie als Symbol für Wachsamkeit und Klugheit, und die Priester lasen die Zukunft aus den Flugformationen der Kraniche. Eine japanische Legende besagt, dass derjenige, der 1000 Origami-Kraniche aus Papier faltet, von den Göttern einen Wunsch erfüllt bekommt. Seit dem Abwurf der Atombombe auf Japan 1945 ist der Kranich das Symbol der Friedensbewegung und des Widerstandes gegen Atomwaffen.

 

Übrigens

Neben den Kronenkranichen lebt auch ein Pärchen Mandschurenkraniche (Grus japonensis) im Zoo Dresden. Diese ostasiatischen Kraniche haben ein weißes Gefieder, das an Schwanzfedern und Hals schwarz abgesetzt ist. Zudem haben sie keinen so auffälligen Kopfschmuck wie die Kronenkraniche, sondern lediglich eine rote Stirn.


Überblick der Tierarten

Tierbestand Zoo Dresden


Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die Anzahl unserer Tierarten und Individuen (Stand: 31.12.2018).

 
GattungArtenIndividuen
Wirbellose19136 + X
Fische37260 + X
Amphibien941
Reptilien37101 + X
Vögel81392
Säugetiere63413 + X
 Gesamt2461343 + X
X = nicht zählbar

Tierbestand

Schwerpunkte und Besonderheiten


Der Zoo Dresden zeigt neben den für Zoos typischen Tieren wie Giraffen (Giraffa camelopardalis), Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) oder Löwen (Panthera leo), besonders eine Auswahl bedrohter und selten gezeigter asiatischer Tiere. Außerdem besitzt der Zoo Dresden eine für Zoologische Gärten sehr umfangreiche Sammlung heimischer und europäischer Kleinvögel, die teilweise sehr erfolgreich nachziehen. Zudem werden im Prof. Brandes-Haus teilweise selten gehaltene Tiere mit einer Anpassung an eine arboreale Lebensweise gezeigt. Darunter sind Arten wie der Braune Wollaffe (Lagothrix lagotricha), Südliche Tamandua (Tamandua tetradactyla), Guereza (Colobus guereza) oder Prevost-Schönhörnchen (Callosciurus prevostii). Außerdem ist hier der Kronenmaki (Eulemur coronatus) zu sehen. Diese Lemurenart ist eine echte Seltenheit in deutschen Zoos und kann sonst nur noch im Zoo Erfurt gesehen werden.

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