Die Bewohner des Zoos stellen sich vor

Unser kleiner Tier-Index


Europäischer Ziesel

Europäisches Ziesel


Selbst ist das Ziesel
Ziesel leben gesellig in Kolonien und warnen sich gegenseitig mit hellen Pfiffen, aber jedes Tier hat seine eigene Behausung. Dabei bauen sie neben kleinen, kurzzeitig bewohnten Schutzbauen ohne Kammer auch dauerhafte Baue aus einem Haupt- und vielen Seitengängen mit mindestens einer Kammer. Diese werden für den Winterschlaf, als Nachtlager und Nisthöhle genutzt. Solche Gangsysteme können bis 4,50 m lang und bis zu 2 m tief werden.
 
Warum mache ich Winterschlaf?
Winterschlaf ist ein typisches Phänomen der kühlen und gemäßigten Regionen. Niedrige Temperaturen im Winter bedeuten Säuger, die ihre Körpertemperatur konstant halten, einen höheren Energieaufwand und damit viel Nahrung. Da aber im Winter kaum Nahrung zu finden ist, machen besonders kleinere Säugetiere eine Ruheperiode. Sie fressen sich im Spätsommer und Herbst ein dickes Winterpolster an, ziehen sich dann in ihre tiefen, frostfreien Erdbaue zurück, verschließen die Ausgänge und fahren ihren Stoffwechsel auf ein Minimum herunter. Dabei verschwinden zuerst die älteren Männchen, danach die Weibchen und schließlich meist erst im November die Jungtiere, da diese länger benötigen, sich ausreichende Fettreserven anzufressen.
 
Die Zieseljugend ist kurz
Gleich in den ersten 5 bis 14 Tagen nach dem Winterschlaf besuchen die Männchen die Weibchen in ihren Bauen und begatten diese. Nach einer 25-tägigen Tragzeit kommen im April 2-9 nackte und blinde Jungtiere zur Welt. Nach 10 Tage zieht die Mutter in einen Nachbarbau und kommt lediglich zum Säugen vorbei. Mit einem Monat trauen sich die kleinen Ziesel aus ihrer Höhle und mit 49 – 56 Tage sind sie erwachsen. Wenn sie im nächsten Frühjahr aus dem Winterschlaf erwachen, sind sie auch geschlechtsreif. 
 
Übrigens
Früher waren Ziesel über ganz Europa verteilt. Allerdings war ihr Fell sehr begehrt und die Bauern töteten sie, weil man glaubte, Ziesel würden die Ernte vernichten. So stehen Ziesel heute auf der Roten Liste und man findet sie nur noch Ost- und Südosteuropa.

Überblick der Tierarten

Tierbestand Zoo Dresden


Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die Anzahl unserer Tierarten und Individuen (Stand: 31.12.2020).

 
GattungArtenIndividuen
Wirbellose1660 + X
Fische38248 + X
Amphibien960
Reptilien36121
Vögel81404
Säugetiere63451 + X
 Gesamt2391379 + X
X = nicht zählbar

Tierbestand

Schwerpunkte und Besonderheiten


Der Zoo Dresden zeigt neben den für Zoos typischen Tieren wie Giraffen (Giraffa camelopardalis), Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) oder Löwen (Panthera leo), besonders eine Auswahl bedrohter und selten gezeigter asiatischer Tiere. Außerdem besitzt der Zoo Dresden eine für Zoologische Gärten sehr umfangreiche Sammlung heimischer und europäischer Kleinvögel, die teilweise sehr erfolgreich nachziehen. Zudem werden im Prof. Brandes-Haus teilweise selten gehaltene Tiere mit einer Anpassung an eine arboreale Lebensweise gezeigt. Darunter sind Arten wie der Braune Wollaffe (Lagothrix lagotricha), Südliche Tamandua (Tamandua tetradactyla), Guereza (Colobus guereza) oder Prevost-Schönhörnchen (Callosciurus prevostii). Außerdem ist hier der Kronenmaki (Eulemur coronatus) zu sehen. Diese Lemurenart ist eine echte Seltenheit in deutschen Zoos und kann sonst nur noch im Zoo Erfurt gesehen werden.

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Tierische Neuigkeiten


30.04.2021

Kubaflamingos wieder auf der Außenanlage

Kubaflamingos
Endlich konnten unsere Kubaflamingos das Flamingohaus verlassen und auf ihre Brutinsel in der neuen Flamingovoliere strömen. Durch die Aufhebung der Stallpflicht zum Schutz vor der Geflügelpest durch das Veterinäramt Dresden dürfen unsere Vögel nun wieder die Außenanlagen nutzen. Es wird auch höchste Zeit,... Meldung anzeigen Alle Meldung anzeigen

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