20.01.2021

Inventur im Zoo

Messen, zählen, wiegen - auch in Zeiten der Pandemie müssen die Zoobewohner erfasst und genau dokumentiert werden. Deshalb war es heute wieder so weit und es stand die alljährliche Inventur auf dem Programm.

Beim heutigen Pressetermin wurde unser Trampeltiernachwuchs Colin (*15.03.2020) vermessen. Die Rückenhöhe vom 160 cm wurde zwischen den beiden Höckern gemessen. Im Laufe des Jahres wird Colin den Zoo Richtung Frankreich verlassen, wofür unter anderem das Training mit den Zoospaziergängen dient. Am Tag des Transports kann er dann ruhig und sicher in den Transporthänger geführt werden. Vermessen wurde Colin dabei durch Tierpfleger Kevin Leuchter und Zooinspektor Helmar Pohle. Beim Wiegen kurz vor der Vermessung brachte der letztjährige Trampeltiernachwuchs übrigens 248 kg auf die Waage.

Anschließend wurden die Zebramangusten in ihrem Gehege mit Mehlwürmern gefüttert und durch die Tierpflegerin Annka Lewertoff gezählt. Dabei wurden insgesamt 30 Zebramangusten erfasst. Das Jahr 2020 war dabei besonders erfolgreich mit der Nachzucht und wir hatten mehrfach größere Würfe. Insgesamt gab es 21-mal Nachwuchs, wobei natürlicherweise nicht alle Jungtiere eines großen Wurfs erfolgreich aufgezogen worden. Anders als bei den nah verwandten Erdmännchen leben Zebramangusten promiskuitiv, so dass mehrere Weibchen gleichzeitig Würfe zur Welt bringen können. Um die Gruppe nicht zu groß werden zu lassen und das natürliche Abwandern zu simulieren, werden Tiere auch immer wieder an andere Halter vermittelt.

Als dritte Station wurden heute unsere Ursons oder Nordamerikanischen Baumstachler besucht. Hier wurde unser männlicher Urson Howard mittels Futter auf die Waage gelockt. Auch wenn Howard nicht 100% stillhielt, konnten wir knapp 10 kg festhalten – ein gutes Gewicht für diese große Nagetierart. Nach dem Biber sind Ursons die größten und schwersten Nagetiere Nordamerikas. Auch hier hoffen wir dieses Jahr auf Nachwuchs. Zwar hatten Howard und Weibchen Bernadette bereits ein Jungtier in der Vergangenheit, allerdings verstarb dieses nach zwei Tagen.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Tierzahl zum 31.12.20 mit etwa 1.500 Tieren kaum verändert. Allerdings sank durch einige Abgaben die Artenzahl um 4 auf 239 Arten.
In diesem Jahr kommt aber mit den Löffelhunden eine neue Tierart hinzu. Außerdem wirft das Großprojekt Orang-Utan-Haus (geplante Baukosten von 17 Mio. Euro) seine Schatten voraus und am Baustart im Sommer dieses Jahres soll trotz des Krisenjahres weiter festgehalten werden.
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